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Präparandenfreizeit
„Warum müssen wir denn nach Hause?“ „Können wir nicht noch eine Woche da bleiben?“ – Fragen, die zeigen, wie es unseren Präparanden und Konfirmanden am Bodenseehof der Fackelträger in Friedrichshafen gefallen hat. Eine gute und schöne Zeit haben wir dort von Mittwoch bis Sonntag vier Tage miteinander verbracht. Tage mit viel Spaß und Spiel, neuen Freundschaften und der christlichen Botschaft im Mittelpunkt. Dies wurde bereits am ersten Abend nach unserer Ankunft deutlich: Die Freizeit war bestimmt vom persönlichen Zeugnis der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Bodenseehof und der Mitglieder des Singteams „Alabaster“. In diesem Singteam haben sich einige Jugendliche zwischen 18 und 22 Jahren zusammengefunden, die im Frühjahr dieses Jahres die Bibelschule als Schüler besucht haben und nun mit den Mitarbeitern des Hauses für Konfi-Gruppen wie wir ein abwechslungsreiches Programm anbieten. Nach dem gemeinsamen Frühstück aller Konfi-Gruppen gab es morgens ein Bibelgespräch in Kleingruppen. Der Jünger Petrus stand im Mittelpunkt dieser Tage. Von seiner Berufung bis hin zu seinen Fragen und Zweifeln beschäftigten wir uns mit ihm. Auch im anschließenden Vortrag von Heinz Spindler, dem Leiter des Bodenseehofs, wurde Petrus wieder aufgegriffen und ins Leben der Jugendlichen übertragen. Nach dem Mittagessen konnten wir dann selbst das Programm bestimmen. Nach einem kurzen Ausflug zum Bodenseestrand – für längeres Baden war einstimmig „zu kalt“ – gab es eine Runde amüsanter Spiele: Von Grasski über einen Turmbau mit Zahnstochern und Kaugummi bis hin zum blinden Schubkarrenrennen und Wasserbombenspiel war alles dabei. Den Abend verbrachten wir dann mit den anderen Gruppen im Wald: „Capture the Flag“ stand als Geländespiel auf dem Programm. Quer durch den Wald jagten sich die beiden gebildeten Gruppen. Einen Sieger gab es diesmal nicht, denn keine der beiden Flaggen konnte erbeutet werden. Am zweiten Nachmittag ging es dann heiß her: Nachdem das Thermometer weiter in die Höhe geklettert war, ging es diesmal mit Kajaks und Booten zum See. Doch nicht nur beim Rudern wurde man nass, auch das Baden war nun angenehmer. Zur Abkühlung ging es dann zurück ins Haus, wo „Wasserspiele“ auf dem Programm stand. Die Badehose konnte, ja musste man sogar gleich anbehalten, denn trocken blieb hier (beinahe) keiner. Und wenn man eh schon nass ist, dann macht es einem auch nichts mehr aus, wenn sich ein 10l Eimer über einem entleert, oder…? Neben einem Rückblick auf die bereits verbrachten Tage mit Bild und Ton gab es an diesem Abend auch einen Film zu sehen. „Chasing the Wind“ erzählt von drei jungen Männern, die auf der Suche nach dem Abenteuer mit der größten Action durch einen Unfall aufgeschreckt werden und ihren Weg zu Jesus finden. Nach soviel Hitze gab es dann ein nächtliches Gewitter über dem Bodensee. Und da wir bereits im Vorfeld geplant hatten, am Samstag in die Friedrichshafener Innenstadt zu fahren, kam die Abkühlung gerade zur rechten Zeit. Davon war jedoch im Haus nichts zu spüren – denn „Alabaster“ heizte uns mit einem abendfüllenden Konzert wieder richtig ein – und auch die eine oder andere Träne das Abschied wurde schon geweint. | |

Am Sonntag war dann zunächst das Koffer packen und Zimmer aufräumen angesagt. Nach dem Mittagessen ging es dann wieder mit dem Zug auf die Heimreise. Gab es bei der Hinfahrt vier Tage vorher keine Probleme, war die Rückfahrt mit viermal Umsteigen schon aufregender. Eine Verspätung in Ulm ließ uns wegen des Anschlusszuges in Donauwörth zittern, denn wir hatten laut Fahrplan dort 8 Minuten Zeit zum Umsteigen, fuhren aber mit 15 Minuten Verspätung ab. Doch ein Gespräch mit einem Bahnmitarbeiter in Ulm mit dem Hinweis auf unsere Gruppenstärke von 31 Personen hatte Erfolg: Die Bahn hatte extra den Zug auf unser Nachbargleis umgeleitet, damit wir bequem umsteigen konnten und ihn dort auch noch für 10 Minuten angehalten. In Nürnberg musste dann der nächste Umstieg sein – doch hier hatten wir dazu genug Zeit. So kamen wir doch noch pünktlich nach 20 Uhr an, denn zwischendurch mussten wir schon eine zweistündige Verspätung befürchten. Es war eine gute und schöne Freizeit. Es machte Mut mit anzusehen, wie einige unserer Jugendlichen neue Glaubenserfahrungen gemacht und auch selbst Schritte gewagt haben. Nicht nur das äußere Klima, auch das Miteinander zwischen den Jugendlichen, uns Mitarbeitern aus den verschiedenen Gemeinden, den Mitgliedern des Singteams und den Mitarbeitern vom Bodenseehof stand unter dem gütigen Segen unseres Herrn und Gottes.
André Spindler 
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